Warum sich energetische Sanierungen lohnen

Jeder möchte sparen, doch die Wenigsten denken daran durch das Sparen von Energie auch einen signifikanten Gewinn machen zu können.  Neben Einsparungen von Strom-und Heizkosten lässt  sich durch Sanierungsmaßnahmen auch der Wert der Immobilie steigern.

Reduzierung der Heizkosten

Durch die Verknappung der fossilen Brennstoffe werden diese immer teurer, zudem unterliegt der Markt großen Schwankungen. In den letzten 20 Jahren variierten die Preise für Heizöl zwischen 30 und 80 Cent pro Liter. Aktuell liegt er bei ca. 60 Cent pro Liter. Gerade erneuerbare Energien bieten dabei eine sinnvolle Alternative.  Sie können z.B. mit einer Solarthermieanlage die Sonnenwärme nutzen, um Ihr Heizwasser fast kostenlos zu erwärmen.

Ein großes Einsparpotential ergibt sich durch die meist veraltete Heizungstechnik sowie der mangelnden Wärmedämmung der Gebäude selbst. Heizungen in Deutschland sind meist älter als 20 Jahre und 75 Prozent der Altbauten hierzulande sind größtenteils gar nicht oder kaum energetisch saniert.

Wenigen ist klar, dass schon mit vergleichsweise kostengünstigen Maßnahmen eine positive Wirkung erzielt werden kann. Freiliegende Heizungsrohre lassen sich nachträglich dämmen. Und auch durch den nachträglichen Einbau einer modernen Umwälzpumpe lassen sich die Kosten einfach und sinnvoll reduzieren.

Die Anschaffungskosten z.B.  für einen modernen Brennwertkessel liegen bei ca. 4.000 bis 8.000 € und schaffen für ein Standard-Einfamilienhaus Einsparungen von ca. 500 bis 800 € pro Jahr. Damit hat sich die Anschaffung nach spätestens 10 Jahren amortisiert.

Auch die Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien, wie Luft, Wasser und Licht kann sich bei einem bereits energieeffizient gebauten oder modernisierten Haus lohnen. Damit lassen sich bis zu 80% des Energiebedarfs decken. Eine auf dem Dach montierte Solaranlage mit einer Kollektorfläche von 6m² erreicht z.B. bereits eine Heizöleinsparung von 50 bis 60% bei der Warmwasserversorgung eines 4-Personenhaushalts. Der Preis für die Montage liegt bei einer solchen Fläche bei ca. 5000€. Nach ca. 10 Jahren zahlt sich eine solche Investition bereits aus.

Die aktuellsten Entwicklungen bei Heizungssystemen ermöglichen ein effizientes Heizen mit Holz. Bei einer Holzheizung können, gegenüber einer herkömmlichen Öl-Heizung, Einsparungen von bis zu 40% erzielt werden. Die Anschaffungskosten liegen deutlich höher, sollten jedoch als langfristiges Einsparpotential gesehen werden.

Zusätzliche Dämmmaßnahmen an Fenstern, der Fassade und dem Dach  sollten im Vorfeld bedacht werden. Eine effiziente Dämmung schränkt den Wärmeverlust noch einmal erheblich ein und bringt ein Energieeinsparpotential von bis zu 50 Prozent. Hier sind aber verschiedene wirtschaftliche und ökologische Faktoren zu beachten. Allein die Auswahl an Dämmmaterialien ist schier endlos. Eine Beratung durch einen Experten ist daher unerlässlich.

Wertsteigerung der Immobilie

Der größte Vorteil einer energetischen Sanierung ist die Kostensenkung bzw. das Energie-Einsparpotential. Häufig bringt eine Sanierung aber auch einen steigenden Immobilienwert mit sich.

Im Vorfeld sollte zwischen Instandhaltung und Modernisierung unterschieden werden. Instandhaltungsarbeiten dienen häufig der Beseitigung von kleineren Schäden, wie der Beseitigung von kleinen Rissen im Mauerwerk und beugen damit eher einem Wertverlust vor. Modernisierungen, wie Wärmedämmungen, verbessern den Zustand des Hauses und sollen damit die Nutzungsdauer verlängern.

Durch die Verwendung hochwertiger Materialien im Innenraum lässt sich der Wert einer Immobilie deutlich steigern. Schon der Einsatz von nachhaltigen Materialien rechtfertigt eine Erhöhung der Kaltmiete von 0,50 € pro Quadratmeter. Diese Maßnahme wird von Immobilienbesitzern jedoch häufig unterschätzt. So ist gerade durch den Trend der Energieeffizienzsteigerung auf die verwendeten Dämmmaterialien zu achten, da diese einen großen Einfluss auf die Atmungsaktivität des Wohnraumes haben. Auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit sollten im Innenausbau beachtet werden. Diese spiegeln sich im Gutachten zur Wertermessung einer Immobilie wider.

Die Berechnung für Investitionen in eine energetische Sanierung scheint relativ einfach.  Mit einer Investition von beispielsweise 10.000 € in neue Fenster und neue Türen können Sie Ihre Nebenkosten um 30 % reduzieren. Bei einem Haus mit 150 m² Wohnfläche sind das schnell über 100 €, die man jeden Monat durch die Sanierung einsparen kann. Zudem erreichen energieeffiziente Immobilien bis zu 10% mehr Wert auf dem Immobilienmarkt.

Genauer rechnen sollten Sie aber bei der Dach- und Fassadendämmung. Denn die Isolierung verringert die Atmungsaktivität und Luftzirkulation von Gebäuden. Damit ist ein mehrmaliges Lüften oder sogar die Installation spezieller Lüftungssysteme notwendig um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Beim Lüften müssen Sie gerade in kalten Monaten mit einem erhöhten Energieaufwand rechnen. Die Lüftungssysteme benötigen eine jährliche Wartung und Reinigung.

Als bekannteste Maßnahme zur Verkehrswert-Steigerung einer Immobilie gilt die Badsanierung. Dabei rücken sowohl qualitative, wie auch emotionale Faktoren in den Mittelpunkt. Das Bad ist ein Ort des „Wohlfühlens“. Hier spielen Sauberkeit und Hygiene eine große Rolle. Eine sorgfältig durchgeführte Badsanierung trägt im erheblichen Maße zur Attraktivität einer Immobilie bei.

Schonung der Umwelt

Die Energiewende ist nötig, um den fortschreitenden Klimawandel aufzuhalten. Bis 2050 soll der globale Temperaturanstieg auf maximal 2 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau begrenzt werden.

Die energetische Gebäudesanierung gilt als eine Stellschraube der Energiewende. Untersuchungen zeigen, dass durch die Sanierung von Bestandsaltbauten fast 35% des gesamten erzielbaren Einsparpotenzials von CO ² erreicht werden können.

Modernisierungsmaßnahmen sollten als gesamtes Konzept verstanden werden. Einige Sanierungsmaßnahmen, wie die Erneuerung der Heizungsanlage, sorgen z.B. für eine Reduzierung des Verbrauchs von fossilen Brennstoffen und reduzieren damit die Kosten. Beim Heizen mit Holzpellets wird dabei sogar auf einen nachwachsenden Rohstoff gesetzt. Dennoch schwanken die Preise von Rohstoffen am Markt, da diese immer knapper und damit auch teurer werden. Eine gute Möglichkeit stellen zudem Wärmepumpenanlagen im Bereich der Geothermie dar. Hier heizt man 100% emissions- und CO2-frei.

Wirklich unabhängig wird man nur, wenn die Energie eingespart wird. Dies gelingt vor allem durch eine bessere Wärmedämmung.

Verbesserung des Wohnklimas

Neben den finanziellen Aspekten ist der Wohlfühl-Faktor im eigenen Zuhause enorm wichtig. Eine gute energetische Sanierung wirkt sich positiv auf das Raumklima aus. Im Sommer dient sie als Wärmeschutz und im Winter vermeidet sie den Wärmeverlust. Zusätzlich lässt sich das gesundheitliche Wohlbefinden spürbar verbessern. Umfragen haben gezeigt, dass sich Belastungen durch allergische Reaktionen, Kopfschmerzen oder auch Probleme durch ständige Müdigkeit durch Sanierungen  senken ließen.

Eine fachmännisch ausgeführte Wärmedämmung bringt zusätzliche spürbare Nebeneffekte wie Schallschutz und Feuchtigkeitsschutz mit sich. Sie verbessert außerdem oft den Brandschutz und die Lebenszeit der Bausubstanz.

Immobilienbesitzer sollten bei der Auswahl der Materialien genauer hinsehen und sich gerade für den Innenausbau z.B. auf unbehandeltes Holz, Trockenbauplatten, emissionsarme Kleber sowie Putze und Farben aus Kalk oder Lehm konzentrieren. Naturnahe Materialien sorgen langfristig für eine deutliche Verbesserung der Raumluft und tragen zu einem angenehmen Raumklima bei.

Die Voraussetzung für nachhaltigen Gebäudebestand

Fazit: Die Voraussetzung für einen ökologischen Betrieb und andauernden Bestand ist die energetische Sanierung von Immobilien. Sie ist eine wichtige Maßnahme um die Energiewende im Gebäudebereich voranzubringen. Wer in die Sanierung investiert benötigt weniger Rohstoffe für die Energie- und Warmwassererzeugung. Zugleich bedeutet die  Abkehr von fossilen Rohstoffen und die Investition in erneuerbare Energien eine nachhaltige Kostenersparnis.

Modernisierungsmaßnahmen sind ohne Frage mit Investitionen verbunden. Deshalb sollten sich Immobilienbesitzer mit aktuellen Informationen zu steuerlichen Vorteilen oder Anpassungen von Bauvorschriften beschäftigen, um keine wichtige Änderungen zu verpassen. 

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